Projekte

denk!mal-Ausstellung im Abgeordnetenhaus

Auch 2016 hat das Abgeordnetenhaus von Berlin an den Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 erinnert und der Opfer des Nationalsozialismusgedacht. Wie jedes Jahr hat sich  auch die Johanna-Eck-Schule an dem Jugendforum denk!mal 2016 im Berliner Abgeordnetenhaus  mit dem 10. Jahrgang beteiligt.
Verschiedene Beispiele, die während der deutsch-polnischen Projektfahrten Zgorzelec/Görlitz und Golm/Usedom entstanden sind, wurden in der vorletzten Januarwoche im Berliner Abgeordnetenhaus ausgestellt.
Sie entstanden auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIIIa in Zgorzelec und auf Usedom anlässlich der Gestaltung des Volkstrauertages 2015 auf dem Golm. Verantwortlich für diese Ausstellung sind Rüdiger Herde und Stefan Trampf.

Außerdem wurde unsere „Orte“-Installation im Abgeordnetenhaus gezeigt. Anschließend haben wir diese Präsentation noch einmal in der Schule aufgebaut.

So sieht das Ganze aus:

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Fotos aus der Arbeitssituation in Zgorzelec und Golm:

Ausstellung des „Orte“-Projekts:


80 Jahre danach – Orte des Erinnerns

orte-beispiel-01Stell dir vor, die „Volksgenossen“ kommen an die Macht, und „du“ gehörst nicht dazu. Stell dir vor, die „Volksgenossen“ erlassen Regeln und Gesetze, die nur dazu dienen „dich“ Schritt für Schritt aus der Gesellschaft auszustoßen und schließlich zu vernichten.

Hier ist die gesamte Darstellung zu diesem Projekt zu finden.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Festaktes zur Namensgebung unserer Schule feierlich eröffnet.

10.1 bru 2014


Raum/Nichtraum

blog-14-raum-nichtraum-urkundeIm Herbst 2013 und Frühjahr 2014 hat der Atelierkurs Kunst 10 eine künstlerische Auseinandersetzung mit einem unserer Schulhöfe versucht. Unterstützt wurd die Arbeit durch die Landschaftsarchitektin Nina Fornacon im Rahmen des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

Der Verein PLuS fand unser Projekt förderungswürdig!

Ein Bericht zu diesem Projekt mit der Idee, dem Ablauf und Fotos von Ergebnissen gibt es hier: Raum/Nichtraum.

Atelier Kunst 10/ for+bru


Peace Wall – Pieces for Peace

Erste Eindrücke von der Einweihungszeremonie am 17.9.13. Mehr Informationen und viele Bilder von der Entwicklung dieses Projekts gibt es auf der Seite www.cityarts.org/current-projects-2 [Text folgt]:

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Ausgewählt wurden die Arbeiten von Jason und Marvin.

2013 10.1 mit Tsipi Ben-Haim, Maayan Iungman und Svenja Teichert pe/bru


Totentanz

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Ein Bilderzyklus zu Konzerten des Chors des Jungen Ensembles Berlin am 22. November 2008 in der St.Matthäus-Kirche und am 23. November 2008 in der St-Jacobi-Kirche
Ein Bilderzyklus zum Totentanz (op.12) von Hugo Distler
Vierzehn Spruchverse für Chor und Sprecher
Ein Bilderzyklus der AG Schulgestaltung in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Sylvia Henrich nach Holzschnitten von Hans Holbein dem Jüngeren.

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Der Spieler

Die Pest
Im 15. Jahrhundert wütet die Pest in Europa und fordert hunderttausende Menschenleben.
Der Tod ist allgegenwärtig und die Menschen müssen sich mit ihm auseinander setzen.
Auch die Künstler dieser Zeit beschäftigen sich mit dem Thema Tod.
Sie erfinden ein spezielle Form der Darstellung:
Den Totentanz.

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Der Kaufmann

Der Totentanz
Am Ende des Lebens tanzt der Tod mit jedem: Mit dem Kaiser genau so wie mit dem Kleinkind.
Der Totentanz sollte den Menschen bewusst machen, dass jeder sterblich und vor allem vor dem Tod gleich ist.
Die Menschen sollten immer daran denken, dass sie sich mit guten Taten darauf vorbereiten mussten, dass der Tod jederzeit kommen konnte, um sie abzuholen.

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Der Prediger

Der Totentanzzyklus von Hans Holbein d.J.
Viele Künstler haben sich seit dem 15. Jahrhundert in ganz Europa mit dem Thema Totentanz (frz. “danse macabre”) befasst.
Ein Zyklus, eine Bilderreihe zu diesem Thema,  stammt von Hans Holbein d.J., der damals bereits ein sehr berühmter Künstler war.
Er hat eine Reihe von Holzstichen angefertigt, die den Tod im Tanz mit Vertretern aller Schichten der damaligen Gesellschaft zeigt.

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Der Kaiser

Der Totentanz von Hugo Distler
Hugo Distler war ein Komponist, der vor allem Kirchenmusik geschrieben hat. Er nahm sich 1942 -von den Nazis zum Kriegsdienst gedrängt- mit nur 34 Jahren das Leben.
Distlers Komposition “Totentanz” (opus 12) besteht aus 14 Chorstücken, die sich mit gesprochenen Texten abwechseln.
Die Chorstücke bestehen jeweils aus den Klagen der Menschen und einer Antwort des Todes, der die Lebensweise dieser Menschen kommentiert und ihnen ihre Sünden vorhält oder ihre Tugenden lobt.

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Der Soldat

Junges Ensemble und Köhl-Schule
Zum 100. Geburtstag Distlers wurde der Totentanz vom Chor des Jungen Ensembles Berlins unter der Leitung von Frank Markowitsch aufgeführt.
Schüler und Lehrer der Hermann-Köhl- Schule waren eingeladen an dieser Aufführung mitzuwirken; Schüler und Lehrer, die dann an die Dag-Hammar-skjöld- Schule (heute ISS in der Ringstraße) wechselten.
Drei Schüler übernahmen Sprechrollen. Unsere Projektgruppe entwickelte den hier gezeigten Totentanzzyklus, der zu den Aufführungen in der St.Matthäus-Kirche und der St.Jacobi-Kirche ausgestellt wurde.

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Die Gräfin

Der Totentanzzyklus der Projektgruppe
Distlers Totentanz bezieht sich auf einen Bilderzyklus aus der Lübecker Marienkirche. Diese Bilder haben wir in unserer Auseinandersetzung nicht verwendet.
Statt dessen haben wir Holbeins Bilder aufgegriffen. Diese Bilder fanden wir ausdrucksstärker durch die Zeichnung der Figuren einerseits und durch die Kontraste, die mit der Technik des Holzschnittes erzeugt werden.
Unsere Idee war es Holbeins Bildern aus dem 15. Jahrhundert einen modernen Totentanz aus dem 21. Jahrhundert entgegen zu setzen.
Wir haben versucht für jede gesellschaftliche Gruppe eine moderne Entsprechung zu finden und sie zu charakterisieren:
Der Kaufmann wird zum Investor, die Heuschrecke ist das Symbol für seine Gier. Die junge Frau, die sich im Spiegel betrachtet, wird zum Covermodel der Vogue, der Prediger zum Fernsehprediger, der Kaiser zum korrupten italienischen Regierungschef, der wie Ludwig XIV. von sich -nur auf italienisch- behauptet: “Der Staat bin ich!” Der Soldat bleibt Soldat, nur die Interessen der Macht, die ihn in den Krieg schickt, haben sich geändert: Hier ist es der Bedarf der Industrienationen nach Öl.
Für die Gegenüberstellung unserer Bildideen mit Holbeins Bildern haben wir zwei gegensätzliche Verfahren gewählt:
Holbeins Drucke werden zu projizierten Gemälden, unsere Bilder der Gegenwart werden mit Linolplatten -Holbeins Druckverfahren ähnlich- gedruckt.

Ein Projekt von
Silvia Henrich
Ebru Karagöz
Jenny Barwinski
Martin Sznur
Florian Bruns
Frank Wernicke

Bilder und Erläuterungen gibt es auch in handlicher Form als pdf-Dokument.


Ein letztes Mahl

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Spoerri und Fallenbilder

Daniel Spoerri (* 27. März 1930 in Galați, Rumänien als Daniel Isaac Feinstein) ist ein Schweizer bildender Künstler, Tänzer und Regisseur rumänischer Herkunft. Er ist einer der bedeutendsten Vertreter der Objektkunst, Mitbegründer der Künstlergruppierung Nouveau Réalisme und gilt als Erfinder der Eat-Art.[1] Als bildender Künstler wurde er vor allem durch seine »Fallenbilder« (»Tableaux pièges«) weltbekannt. Das sind auf Tischplatten fixierte Überreste einer Mahlzeit oder einer anderen zufällig vorgefundenen Situation (Arbeitstisch oder Flohmarktstand). Eingefangen wird damit ein Stück Alltagswirklichkeit wie in einer Falle.[2]

Wichtig ist, dass es sich dabei um wirkliche Situationen handelt: Es wird ein Stück Wirklichkeit für immer festgehalten.

Unser „letztes Mahl“

Wir haben ein letztes gemeinsames Essen für eine Performance genutzt, an deren Ende das Fallenbild entstand. Ein „letztes Mahl“ betont den Abschied und spiegelt damit auch, dass eine lange gemeinsame Zeit hinter den Beteiligten liegt Alle Teilnehmenden, die Klasse H10.1 und die Co-Klassenleiterin Frau Peters, erhielten eine Einladung mit einem Blatt für Notizen (s. Abbildungen).

Es war eine Speise zuzubereiten, die aus dem Herkunftsland der Vorfahren stammen sollte. Das Rezept dazu war aufzuschreiben und mitzubringen. Am Ende des Schuljahres 2009/10, kurz bevor die Klasse sich auflöste, wurde diese Performance auf dem Hof durchgeführt. Nach dem Essen wurden die Reste unseres gemeinsamen Mahls an dem Ort, an dem sie standen, mit einem speziellen Kleber auf dem Tisch fixiert und aufgehängt.

In der Schule zu sehen sind neben dem Fallenbild die Einladung, die erhalten gebliebenen Notizzettel mit den Wahrnehmungen der Teilnehmer und die Rezepte.


Do It Together (Seascape)

Nach Andy Warhol: Do It Yourself (Seascape), 1962; Gemeinschaftsarbeit von Eltern, Kindern und Schülern am Tag der offenen Tür 2004

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Das Bild ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit einer Arbeit des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol.

Warhol hat sich sein ganzes Leben lang für Bilder in Serien interessiert. Deshalb haben ihn auch Sonntagsmalerbilder beschäftigt: Er stellte sich vor, wie Hobbymaler viele hundert genau gleiche Bilder herstellen, indem sie vorgegebene Flächen mit vorgeschriebenen Zahlen ausmalen.

Warhol griff das Thema auf und stellte selbst Bildvorlagen her. Aber sie waren nicht für Sonntagsmaler gedacht: Er malte sie in sehr großen Formaten und stellte damit einzelne Originale her.

In dem Bild Do It Yourself (Seascape) macht Warhol sich über die Hobbymaler zusätzlich lustig, in dem er auf das fertige Bild die Farbnummern notiert hat, die natürlich am Ende nicht mehr zu sehen sein sollten.

Die AG Schulgestaltung hat das „Angebot“ von Andy Warhol angenommen: Sie hat die Umrisse der Farbflächen auf dem Malgrund vorbereitet und mit Zahlen für jeden Farbton versehen. Dabei wurde die Zahl der Farben auf elf reduziert, um das Bild übersichtlich zu halten.

Am Tag der offenen Tür am 21.2.2004 haben viele Gäste der Schule – Eltern und ihre Kinder – die Einladung der AG angenommen und gemeinsam das Bild fertiggestellt.

Insgesamt haben ca. 40 Menschen an diesem Bild mitgewirkt.

2004 AG Schulgestaltung bru

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